Abbrennen von biogenen Materialien

Abrennen verboten
Weil es immer wieder zu Unklarheiten darüber kommt, wann und wo das Abbrennen von biogenen Materialien erlaubt ist, hier einige Hinweise und gesetzliche Grundlagen:

 

Das flächenhafte Abbrennen von biogenen Materialien im Freiland (Abbrennen von Wiesen usw.) ist grundsätzlich verboten.

Ausnahmen: In der Zeit vom 16. September bis 14. Feber ist das Abbrennen der Bodenvegetation und Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen und Hängen für Landwirte unter der Vorraussetzung gestattet, dass keine Beeinträchtigung Dritter durch Rauch und üble Gerüche entsteht und die Gefahr der Ausbreitung eines Brandes oder Entwicklung eines Flugbrandes nicht gegeben ist. Verpflichtend ist die Verständigung der örtlich zuständigen Feuerwehr zur Hintanhaltung eines Brandalarmes. In der übrigen Zeit (15. Feber bis 15. September) ist das Abbrennen von Flächen generell verboten. Die für die Landwirte geltende Ausnahmeregelung gilt nicht für Waldflächen und den Alpinbereich, in denen das Abbrennen von Flächen jedenfalls streng verboten ist.

Punktuelles Abbrennen von biogenen Materialien (Laub, Reisig, Äste usw. aus der Landwirtschaft) ist Landwirten in der Zeit von 16. September bis 30. April gestattet, sofern ebenfalls die Gefahr einer Brandausbreitung verlässlich ausgeschlossen werden kann. In der übrigen Zeit (01. Mai bis 15. September) ist auch das punktuelle Abbrennen von biogenen Materialien verboten.

Im verbauten Gebiet gilt im Freien ein grundsätzliches Verbrennungsverbot.

Die Erlaubnis zum punktuellen Abbrennen von biogenen Stoffen gilt nur für intensive Bereiche der Landwirtschaft. Biogene Abfälle aus Hausgärten wie Baumschnitt, Laub, Blumen, Fallobst und pflanzliche Küchenabfälle gelten als Biomüll und sind der Kompostierung oder der Bioabfallsammlung zuzuführen.

Das Gemeindeamt Irschen ist rechtzeitig davor von den Abbrennmaßnahmen zu verständigen bzw. ist eine Bewilligung des Bürgermeisters einzuholen. Seitens der Gemeindeverwaltung wird die Meldung an den Gemeindefeuerwehrkomandanten, die Landesalarm- und warnzentrale und an die Polizei weitergeleitet).

 

Brauchtumsfeuer/Osterfeuer:

Wie bereits oben angeführt, ist das punktuelle Verbrennen biogener Materialien aus dem Hausgartenbereich ganzjährig verboten. Nur für wenige Fälle gelten Ausnahmen, darunter fallen Osterfeuer im Rahmen von Brauchtumsveranstaltungen (z.B. Vereine, Straßen- und Dorfgemeinschaften sowie im Sinne der religiösen Bedeutung). Das Osterfeuer ist auch am Gemeindeamt Irschen anzumelden.


Für das Abbrennen von Osterfeuern sind folgende Regeln zu beachten:

Kontrollieren Sie vor dem Abbrennen, ob sich nicht Tiere (z.B. Igel usw.) in der Zwischenzeit in Ihrem Osterhaufen eingenistet haben.

Grundsätzlich darf nur trockenes Holz und Reisig verbrannt werden, bei dessen Verbrennung keine starke Rauch- oder Geruchsbelästigung zu erwarten ist.

Das Verbrennen von Kunststoffen, Holzabfällen mit Zusätzen, wie Spanplattenabfälle, kunststoffbeschichtete oder mit Holzschutzmitteln behandelte Holzabfälle ist jedenfalls verboten. Laub, trockenes Gras usw. gehört ebenfalls nicht in das Osterfeuer.

Bei Aufkommen von Wind, Funkenflug und bei Verlassen der Feuerstätte ist das Feuer zu löschen.

Der Abstand im Umkreis eines zum Verbrennen vorgesehenen Osterhaufens ist so zu wählen, dass keine Gefährdung baulicher Anlagen oder brennbarer Gegenstände eintreten kann.

Das Abbrennen des Osterfeuers darf nur unter ständiger Aufsicht und ohne Anrainerbelästigung erfolgen.

Für die erste Löschhilfe sind geeignete Löschgeräte (z.B. Gartenschlauch) bereitzuhalten.